JAZZ

»It Don’t Mean a Thing, If It Ain‘T Got That Swing.«

– Duke Ellington

Dieses Zitat ist gleichzeitig der Titel einer der berühmtesten Kompositionen des Pianisten und Bigband Leiters Duke Ellington. Und er hatte damit sicher Recht, denn auch wenn sich im modernen Jazz die harmonische Vielfalt gerne besonders in Szene zu setzen vermag, hat sie ohne den nötigen Drive, die rhythmische Präzision und den nicht abreißenden Swing kaum eine Chance gehört zu werden.

Rhythmik ist daher, vor allem in Hinsicht auf die rhythmische Unabhängigkeit, Genauigkeit und Lebendigkeit, von zentraler Bedeutung in der Auseinandersetzung mit dieser Musik.

Die Geschichte des Jazz kann auf stattliche 120 Jahre Entstehungsgeschichte zurückblicken und hat so viele stilprägende Musiker*innen hervorgebracht wie keine andere Musik. Dabei kommt dem Begriff des „Individualstils“ eine besondere Bedeutung zu. Denn das Bestreben, so unverwechselbar und eigen zu klingen wie niemand anderes, war und ist bis heute eines der zentralen Themen des Jazz. Dabei spielt natürlich das „Improvisieren“ eine besonders große Rolle.

Drei wichtige Aspekte bei der Beschäftigung mit Jazz-Improvisation:

  • Offenheit und viel Hörerfahrung
  • Gehörbildung im Hinblick darauf, durch genaues Zuhören komplexere Tonfolgen erfassen und umsetzen zu können.
  • Technik im Hinblick auf Phasierung und Tonbildung

Begleitung

  • Überblick über die wichtigsten Grundlagen der Akkordbegleitung
  • Time
  • Erweiterung des Akkord-Repertoires
  • Moderne akzentuierte Akkordbegleitungen
  • Walking Bass
  • Freddie Green Style, Gypsy-Jazz Style „La Pompe“

Improvisation

  • Theoretische Basiskenntnisse
  • Übungsmethoden für den Einstieg in die Jazz-Improvisation
  • Swing-Phrasierung
  • Modale Improvisation
  • Erweiterte Jazz-Harmonik
  • Improvisation über Bebop-Changes

Akkordmelodie

  • Erweiterung des Akkord-Spektrums
  • Close Position Voicings
  • Das DROP-System
  • Einfache Standard-Harmonisierungen

Repertoire

  • Wie lernt man Standards auswendig?
  • Erweiterung der eigenen Stücke-Liste
  • Arbeit mit Play-alongs
  • Überblick über hilfreiche Literatur und Medien

BLUES

»The Blues tells a story. Every line of the Blues has a meaning.«

– John Lee Hooker

Der Blues gilt gemeinhin als „die Wiege“ der gesamten Jazz-, Pop- und Rockmusik. Wenn das auch in seiner Ausschließlichkeit so nicht ganz richtig ist, hat der Blues dennoch so viel Einfluss auf nahezu jede moderne (populäre) Stilart, dass es immer gleich auffällt, wenn er fehlt.

Anders als Stile wie beispielsweise New Orleans bzw. Dixieland Jazz, Ragtime oder Rockabilly, erhebt der Blues nie den Anspruch, nach „alten Mustern“ reproduziert werden zu müssen. Er kann frisch und modern klingen und fügt sich zeitlos in jede Stilistik ein. Wahrscheinlich macht ihn das so einzigartig und so sehr schwer unterrichtbar …

Was ist eigentlich Blues?

  • Überblick über die gängigsten Blues-Schemata
  • Typische Blues-Patterns
  • Tipps und Tricks für das Riff-Spiel und das Begleiten

Improvisation

  • Erweiterung des „Vokabulars”
  • Verschiedenartige Anwendungen von Pentatoniken
  • Tonbildung - „weniger ist mehr!”

LATIN

»Listening is the key to everything good in music.«

– Pat Metheny

Ein gern zitierter Satz des amerikanischen Gitarristen Pat Metheny, dessen Musik stark von der afrobrasilianischen Musik beeinflusst ist.

„Latin“ wird gemeinhin als Oberbegriff für süd- bzw. lateinamerikanische Musik verwendet. Die Vielfalt der Stile, die sich unter diesem Dach verbergen ist jedoch so groß, dass es sich lohnt einmal genauer hinzuschauen und zu differenzieren.

Die für Gitarre interessantesten Stile sind sicherlich in Brasilien zu suchen. Und obwohl es viele tolle unterschiedliche Musikstile, vor allem im Landesinnern und im Norden Brasiliens gibt, ist die am weitest verbreitete, in Rio de Janeiro beheimatete und dort allgegenwärtig gespielte Musik, der Bossa Nova, der Samba und der Choro.

Im Gegensatz zu der eher „smooth“ und „swingend“ gespielten brasilianischen Musik, wirken die kubanischen Rhythmen wesentlich „schneidiger“ und härter. Das liegt zum einen an der andersartigen (Perkussions-) Instrumentierung und zum anderen an den komplex verschachtelten Rhytmuskomponenten – super interessant!

Im sogenannten „Son Cubano“, der Musik die Anfang des 20. Jahrhunderts in Havanna gespielt wird, sorgt die Tres für das harmonische Fundament. Dieses mit drei Doppelsaiten bespannte gitarrenähnliche Instrument spielte ursprünglich die so genannten „Montunos“, die später vom Klavier übernommen wurden und die so ungemein typisch für den afrokubanischen Sound sind. Und obwohl die Gitarre als Instrument keinen wesentlichen Stellenwert in der afrokubanischen Musik – gemeinhin übrigens oft oberflächlich „Salsa“ genannt – besitzt, gibt es viele Möglichkeiten, einzelne Elemente zu übertragen und zu übernehmen. Nicht ganz einfach, aber ein großer Spaß!

Auch für den Bereich des Improvisierens ist die rhythmische Vielfalt dieser Musik eine große Bereicherung!

Afrobrasilianische Stile

  • Grundlagen der Akkordbegleitung im Bossa Nova und Samba
  • Rhythmische Schulung
  • Erweiterung der Begleitmuster und des Akkord-Repertoires
  • Repertoire

Afrokubanische Stile

  • Grundlagen der Rhythmik - Die Clave
  • Akkord- und Bassbegleitungen im Son Cubano
  • Rhythmische Schulung
  • Erweiterung der Begleitmuster - Rumba, Bolero, Dànzon, Cha-Cha-Cha
  • Repertoire

POP/ROCK

»A mind is like a parachute. It doesn‘t work if it is not open.«

– Frank Zappa

Frank Zappa war wahrscheinlich einer der exzentrischsten und eigenwilligsten Musiker der Rockgeschichte des 20. Jahrhunderts. Seine Art, zu polarisieren, sich über Genre-Grenzen hinwegzusetzen und Musik zu schreiben, die sich oft nur schwer kategorisieren ließ, hat bis heute viele Musiker*innen beeinflusst.

In keiner anderen Musik reicht die Spanne von technisch/handwerklicher Perfektion bis hin zum dilletantistischem Minimalismus so weit wie in der Pop- und Rockmusik. Die Geschichte dieser Musik hat durch das 20. bis ins 21. Jahrhundert hindurch so viele unterschiedliche und extreme Facetten hervorgebracht, dass selbst die Musikindustrie mit ihrem Hang zur Kategorisierung kaum hinterkam.

Es gibt also viel zu tun …

Praxis

  • Überblick über gängige Akkordbrechungen
  • Einfache Vorübungen für druckvolles Riff-Spiel
  • Anwendung leichter Pentatonik-Muster
  • Improvisation mit Dreiklängen
  • Tipps für ideenreiche Begleit-Patterns im Funk und R&B
  • Analyse verschiedener Technikansätze für die linke und rechte Hand
  • Kreativer Umgang mit Sounds und Effekten

Theorie

  • Einstieg in die Jazz/Pop Harmonielehre
  • Gehörbildung
  • Überblick über alle gängigen und wichtigen Akkord-Skalen (Modes)
  • Angewandte Theorie beim Songwriting

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